{"id":2,"date":"2016-05-10T03:48:21","date_gmt":"2016-05-10T03:48:21","guid":{"rendered":"http:\/\/staatserbschaften.de\/?page_id=2"},"modified":"2020-03-25T09:16:33","modified_gmt":"2020-03-25T09:16:33","slug":"sample-page","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/staatserbschaften.de\/?page_id=2","title":{"rendered":"Villa Waldtraut, der Nachlass des Reinhold Emil Teschner"},"content":{"rendered":"<p>Am 08. August 2011 verstarb Reinhold Emil Teschner einsam in seinem Haus in Bad Harzburg.<\/p>\n<p>Bad Harzburg ist eine Stadt im Landkreis Goslar im S\u00fcden Niedersachsens. Sie liegt am Nordrand des Harzes und ist ein anerkanntes Sole-Heilbad. Bad Harzburg ist hinter der Kreisstadt Goslar zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt im Landkreis Goslar.<\/p>\n<h3>Die Villa Waldtraut<\/h3>\n<p>Das Haus mit rund 600 m\u00b2 Wohnfl\u00e4che ist die ehemalig Pension Villa Waldtraut in der Amsbergstra\u00dfe 14, keine 100 Meter vom Stadtpark entfernt. Sie ist stadtbildpr\u00e4gend und steht unter Denkmalschutz. Sie steht auf einem ca. 2.000 m\u00b2 gro\u00dfen Grundst\u00fcck in bester Wohnlage direkt neben dem &#8222;Nieders\u00e4chsisches Internatsgymnasium Bad Harzburg&#8220;.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-46\" src=\"http:\/\/staatserbschaften.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/B-DSC_0294-1200-px.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"798\" srcset=\"http:\/\/staatserbschaften.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/B-DSC_0294-1200-px.jpg 1200w, http:\/\/staatserbschaften.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/B-DSC_0294-1200-px-300x200.jpg 300w, http:\/\/staatserbschaften.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/B-DSC_0294-1200-px-768x511.jpg 768w, http:\/\/staatserbschaften.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/B-DSC_0294-1200-px-1024x681.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/p>\n<h3>Reinhold Emil Teschner starb einsam<\/h3>\n<p>Die Polizei endeckte gegen Abend den verstorben Reinhold Emil Teschner.<\/p>\n<p>Seine &#8222;zweite&#8220; Ehefrau Fredericke, geborene M\u00fcller,\u00a0 verstarb kurz zuvor. Die gemeinsame Tochter\u00a0 nahm sich tragischerweise 1981 mit 16 Jahren\u00a0 das Leben. Die traumatisierten Eheleute setzten sich kurz darauf in einem gemeinsamen Testament gegenseitig als Erben ein. Fataler Weise gaben sie an, dass <strong>sie beide<\/strong> keine weiteren Kinder haben. Diese zweideutige Aussage sorgte sp\u00e4ter bei den Beh\u00f6rden f\u00fcr Verwirrung.<\/p>\n<p>Weiter Verwandte leben in Ostdeutschland. Die wurden von der Stadt Bad Harzburg informiert. Es sind zun\u00e4chst die Nichten und Neffen, Kinder seines Bruders, die vor Ort bekannt waren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-37 alignnone\" src=\"http:\/\/staatserbschaften.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/B-DSC_0278-1200-px.jpg\" alt=\"\" width=\"321\" height=\"482\" srcset=\"http:\/\/staatserbschaften.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/B-DSC_0278-1200-px.jpg 798w, http:\/\/staatserbschaften.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/B-DSC_0278-1200-px-200x300.jpg 200w, http:\/\/staatserbschaften.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/B-DSC_0278-1200-px-768x1155.jpg 768w, http:\/\/staatserbschaften.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/B-DSC_0278-1200-px-681x1024.jpg 681w\" sizes=\"(max-width: 321px) 100vw, 321px\" \/>\u00a0 <img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-120 alignnone\" src=\"http:\/\/staatserbschaften.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/DSC_0274.jpg\" alt=\"\" width=\"321\" height=\"483\" srcset=\"http:\/\/staatserbschaften.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/DSC_0274.jpg 2000w, http:\/\/staatserbschaften.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/DSC_0274-199x300.jpg 199w, http:\/\/staatserbschaften.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/DSC_0274-768x1155.jpg 768w, http:\/\/staatserbschaften.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/DSC_0274-681x1024.jpg 681w\" sizes=\"(max-width: 321px) 100vw, 321px\" \/><\/p>\n<p>Er hinterlies seinen Erben das hier beschriebene Haus. Barverm\u00f6gen gab es offensichtlich nicht. Es wurde suggeriert, dass das Erbe nur von geringem Wert sei. Aus diesem Grund lehnten alle Angeh\u00f6rigen aus Ostdeutschland das Erbe ab. F\u00fcr die Stadt Bad Harzburg und das Nachlasgericht in Goslar war es klar: Es gab keinen Grund weiter zu suchen. Bereits 14 Tagen nach dem Tod beantragte Bad Harzburg per Fax am 29. August 2011 einen Nachlassverwalter beim Nachlassgericht in Goslar.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: center;\">(Dokumente liegen als Beweis vor)<\/h6>\n<p>Das Amtsgericht beantwortete die Anfrage per Fax, dass ein Nachlassverwalter erst eingesetzt werden k\u00f6nne, wenn alle Erben ermittelt wurden und diese den Nachlass innerhalb von 6 Wochen ausschlagen w\u00fcrden. Bereits am 30. August stellte man feste:<br \/>\n<strong>&#8222;Nachlassrechtliche Vorg\u00e4nge ermittelt!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Am 31. August wurden alle im Osten lebenden Verwandte angeschrieben. Sie lehnten allsamt das anscheinend \u00fcberschuldete und von geringem Wert den Nachlass, die Villa Waldtraut, ab. Der leibliche Sohn und direkte Erbe wurde \u00fcbergangen!<\/p>\n<h3>Der leibliche Sohn aus erster Ehe<\/h3>\n<p>Reinhold Emil Teschner hatte, f\u00fcr die Beh\u00f6rden \u00fcberraschend, einen leiblichen Sohn aus erster Ehe, Frank Arne Teschner, geb. 1958 in Frankfurt. Diese erste Ehe wurde im Jahre 1959 geschieden. Der Kontakt brach in den 60er Jahren endg\u00fcltig ab. Reinhold Emil Teschner gr\u00fcndete in Bad Harzburg einen neue Familie und somit eine neue Existenz. Den Sohn aus erster Ehe informierten die Beh\u00f6rden, angeblich aus Unwissenheit, nicht. Vom Tod seines Vaters erfuhr Frank Arne Teschner erst im Januar 2014, dies per Zufall durch einen Erbaufruf im Internet.<\/p>\n<p>Auch zu Lebzeiten hatten sich kein Betreuer die M\u00fche gemacht, den leiblichen Sohn \u00fcber die Situation in Bad-Harzburg und den Pflegezustand seines Vaters zu informieren. Dies in Zeiten von modernen Medien, zentralen Melderegistern und sozialen Netzwerken.<\/p>\n<h3>Der Staat als &#8222;Scheinerbe&#8220;?<\/h3>\n<p>Am 19. M\u00e4rz 2014 wurde dem Sohn das rechtm\u00e4\u00dfige Erbe zugesprochen. Er erhielt den amtlichen Erbschein. Leider wurde die Villa Waldtraut bereits an einem ortsans\u00e4ssigen Investor f\u00fcr 40.000,00 \u20ac verkauft. Abz\u00fcglich noch offener Verbindlichkeiten zahlte man Frank Arne Teschner rund 13.000,00 \u20ac aus. Eine R\u00fcckabwicklung wurde gar nicht erst in Erw\u00e4gung gezogen, obgleich sich noch nichts an der Bausubstanz des Geb\u00e4udes ge\u00e4ndert hatte.<\/p>\n<h6><\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 08. August 2011 verstarb Reinhold Emil Teschner einsam in seinem Haus in Bad Harzburg. Bad Harzburg ist eine Stadt im Landkreis Goslar im S\u00fcden Niedersachsens. Sie liegt am Nordrand des Harzes und ist ein anerkanntes Sole-Heilbad. 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